#08 Emotionale Reinigung

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 50x100 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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Durcheinander

Schon den ganzen Tag laufe ich mit einem mulmigen Gefühl im Magen herum. Ich fühle mich dünnhäutig und bin auch leicht reizbar. Seltsam, denn eigentlich gibt es dafür gar keinen Anlass.

Ich hatte gehofft, sie hier am Wasserfall zu treffen. Ich weiß, dass mir ihre kraftvolle Ausstrahlung jetzt gut täte. So bin ich richtig erleichtert, als ich sie etwas später an meiner linken Seite wahrnehme.

Ihre liebevolle und gütige Aura hüllt mich förmlich ein. Dieses lichtvolle und doch so reale Wesen ist meine mir mittlerweile schon vertraute Lianenfrau.

Und wie ersehnt, wirkt allein ihre Anwesenheit wie Balsam und legt sich wohltuend auf mein Gemüt. Umgehend beginnt sie zu sprechen:

Selbstheilung

– „Dich quält die Frage, was mit dir gefühlsmäßig los ist. Ja, durch deine bewusste Entscheidung, persönlich weiter zu gehen, ist in letzter Zeit einiges in dir in Bewegung geraten.

Es hilft dir, dich eine Zeit lang alleine an einen schönen Platz zurückzuziehen. Sorge auch auf diese Weise immer wieder gut für dich! Das allein genügt.

Viele in deinen Zellen gespeicherte Erinnerungen tauchen als Emotionen im Sinne der Selbstheilung nochmal an die Oberfläche. Das ist nicht weiter schlimm.

Es ist ein innerer Reinigungsprozess. Stell dich diesen Emotionen also nicht in den Weg. Hadere nicht, sondern akzeptiere sie als Teil deiner Vergangenheit und dann lass sie gehen.

Deine Inneren Bilder helfen dir, diese Emotionen zu verstehen und loszulassen.

Mit ausgestrecktem Arm deutet sie auf die Mitte der Wasserfläche, in welcher ich folgende Szenen beobachte:

Innere Welt

Eine kleine Menschengruppe steht auf einer hohen Klippe am Meer. Es handelt sich um ein paar Männer, die vorhaben, eine an den Händen gefesselte Frau von der Klippe zu Tode zu stoßen. Ich erschrecke zutiefst! Mein Magen verkrampft sich regelrecht bei diesem Anblick.

Alle stammen sie aus einem nahegelegenen Dorf. Die Männer haben eine grimmige Haltung von „Wir brauchen dich nicht mehr!“ Die Frau leidet an einem körperlichen Gebrechen, denn sie kann nicht gut laufen. Auch hat sie keine Familie mehr, die sie versorgt. Ich kann ihre Gedanken lesen „Ich bin nichts wert …“

Im letzten Moment ertönt ein lautes und gebieterisches „Halt!“ vom Land her. Überrascht drehen sich die Männer um, während die Frau wimmernd und vor Angst zitternd am Boden kauert.

Eine weibliche Gestalt schreitet mit erhobenem Kopf langsam aber bestimmt auf die Dorfbewohner zu. Sie strahlt eine starke Autorität und Entschlossenheit aus.

Während alle Männer dieser Frau verwundert entgegenblicken, verändert sich die Landschaft ringsum. Anstelle des offenen, weiten Meeres grenzt nun ein wunderschönes Blumenfeld auf gleicher Höhe an die Klippe. Ein schmaler Weg durchquert das blühende Bodenstück.

Als die fremde Frau die Gruppe erreicht, starren sie die Männer nach wie vor gebannt an und machen auch keine Anstalten, sich zu bewegen. Daher leistet auch niemand von ihnen Widerstand, als sie sich seelenruhig zur gefesselten Frau hinunterbeugt und die Stricke löst.

Dann hilft sie ihr, sich aufzurichten und sich bei ihr unterzuhaken. Die Dorfbewohnerin blickt fassungslos in das Gesicht der Fremden, lässt sich jedoch ohne zu zögern von ihrer unbekannten Retterin in das Blumenfeld hineinführen.

Nach wenigen Metern bleiben die Frauen stehen. Die Fremde dreht sich zu den Peinigern um, die ihnen immer noch wie hypnotisiert nachblicken und sagt mit fester Stimme:

„Und wir brauchen euch nicht mehr!“ Dann dreht sie sich wieder um und gemeinsam durchschreiten die beiden Frauen langsam das Blumenfeld, die Männer verdutzt hinter sich lassend.

Sie gehen einen Hügel hinunter zu einem Fluss. Dort besteigen sie ein bereit liegendes Boot und rudern bis zu einem Dorf am rechten Flussufer. Sie werden von der Dorfgemeinschaft herzlich begrüßt.

Die geplagte Frau bekommt eine hübsche Unterkunft und gleich eine Aufgabe zugewiesen. Unter den Menschen herrscht eine Atmosphäre von Harmonie und Zusammenhalt. Sie blickt in die freundlichen Gesichter rundum und zuletzt fällt ihr Blick auf ihre Retterin.

„Hier bin ich zu Hause!“, denkt sie dankbar und erleichtert, durchströmt von einem wohligen Gefühl von Zugehörigkeit und Angenommensein.

Zurück in der Realität

Ich schaue in das grüne Wasser – die Szenen darin sind jetzt meinem Blick entschwunden und ich merke, dass sich mein Magen tröstlich entspannt hat.

Die Lianenfrau lächelt mich an. „Und wieder ist mehr Ordnung in dir.“

Kaum ausgesprochen, sehe ich sie schon weiter drüben mit einer Liane in der Hand und im nächsten Moment – sehe ich sie schon nicht mehr.

Wieder allein, atme ich tief ein, ziehe zufrieden meine Beine an meine Brust, umarme sie und schenke mir selbst noch etwas Zeit, zum hier zu verweilen.

Erkenntnis

Ordnung ist Licht.

Text von Elke Leithner-Steiner

Kunst von Birgit Neururer

#01 zum Anfang der Geschichte

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