#07 Urvertrauen

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 60x60 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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Innerlich stärker

Längere Zeit war ich nun nicht mehr an meinem Lieblingsplatz im Wald. Die Tage waren ausgefüllt mit unterschiedlichen Aufgaben und vergingen mir viel zu schnell. Doch meine inneren Erlebnisse habe ich mir zwischendurch konsequent und regelmäßig in Erinnerung gerufen. Dafür war immer Zeit!

Ob beim Aufwachen, beim Aufräumen, bei der Busfahrt, egal. Ich wollte auf gar keinen Fall, dass sie wieder im großen Teich meines Unterbewusstseins versinken. Dafür ist meine Neugierde schon zu sehr geweckt.

Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie mir manchmal ganz von allein einfallen. So begleiten sie mich mehr oder weniger durch meinen Alltag und ich merke, dass mein Vertrauen in meine unsichtbare Innere Welt größer wird.

Ehrlich gesagt, hatte ich anfangs und in schwachen Momenten schon so meine Zweifel. Ich war nicht sicher, ob diese inneren Erlebnisse nicht doch nur Einbildungen, nur Hirngespinste ohne besondere Bedeutung sind.

Aber so denke ich jetzt nicht mehr. Denn ich fühle mich einfach besser! Und das rede ich mir nicht ein, denn ich spüre es ja. Mein Selbstvertrauen und meine Zuversicht sind seit der Begegnung mit meiner Lianenfrau gewachsen.

„Benita!“

Ich bin gar noch nicht beim Wasserfall angekommen, bin noch auf dem Weg dorthin. Überrascht blicke ich deshalb auf. Aber ich habe richtig gehört.

Bereits eine Liane in der Hand haltend, winkt mich die Lianenfrau, wie ich dieses lichtvolle Wesen nenne, vertrauensvoll zu sich. Ich beeile mich, um zu ihr zu kommen.

Ihr liebevoller, wissender Blick berührt mein Herz und erübrigt jegliche Worte. So greife ich mit einem Lächeln der Zustimmung nach der Liane, und beide schwingen wir uns in das Feld der Feinstofflichkeit …

Innere Welt

Ich wandere durch eine staubige, trockene, sehr heiße Wüstenlandschaft. Außer ein paar stacheligen Gebüschen gibt es hier so gut wie keine Vegetation.

Da bemerke ich im Boden vor mir ein ca. ein Meter großes Loch. Neugierig gehe ich näher. Erstaunlicherweise verändert sich beim Näherkommen der Erdboden. Er hat jetzt eine rotbraune, satte, fruchtbare Farbe.

Ich knie mich an den Rand dieser Grube und spähe vorsichtig hinein. Angenehm kühle und erfrischende Luft berührt mein Gesicht. Das ist ein ziemlicher Kontrast zur Temperatur bisher! Und dann beobachte ich, wie der Luftstrom in der Grube sich spiralartig zu winden beginnt und sich zu Seifenblasen formt.

Staunend verfolge ich, wie der Grubenvertiefung eine Seifenblase nach der anderen entschwebt. Sie steigen immer höher in den Himmel hinauf, wobei sie dabei auch immer größer werden. Irgendwann kann ich sie dann nicht mehr sehen.

Ich bin fasziniert von ihren wunderschönen pastelltönigen Farben, die ineinander verschwimmen und wieder einen großen Kontrast zur intensiven rotbraunen Erdenfarbe bilden. Ständig tauchen neue Seifenblasen aus der Grube auf und vergrößern sich weit in den Himmel hinein.

Im nächsten Augenblick, ich weiß nicht, wie es geschieht, befinde ich mich selbst in einer Seifenblase und schwebe in ihr immer höher. Auch diese Seifenblase dehnt sich mit zunehmender Höhe weiter aus.

Ich kann die unter mir liegende Umgebung bald nicht mehr erkennen, sondern bin gänzlich eingehüllt in zartes pastellfarbenes Licht. Die Ausstrahlung dieses Lichtes ist unglaublich beruhigend und liebevoll.

Ich bin sehr berührt und lasse das auch zu, gebe mich ganz dieser wunderbaren, sanften Atmosphäre hin. Nur ich in dieser Energie! Was für ein Seelenvergnügen!

Ich schwebe kontinuierlich höher hinauf, in die Unendlichkeit des Universums und beinahe unmerklich wandelt sich die Farbe des Pastell-Lichtes behutsam zu Gold – bis ich eingetaucht bin in reines, goldenes Licht. Gefühlsmäßig überwältigt rinnen mir Tränen unaufhaltsam die Wangen herab.

Ein unbeschreibliches Gefühl von Angekommensein, von Geborgenheit, von Ganzheit erfüllt mich. Hier, in diesem Feld des Seins gibt es keine Fragen mehr und braucht es keine Antworten. Gibt es keinen Raum mehr und braucht es keine Zeit.

Die Sehnsucht hat sich aufgelöst in der Ewigkeit …

Zurück in der Realität

Als ich, wohl wirklich nach einer gefühlten Ewigkeit, meinen Weg im Wald wieder alleine fortsetze, ist mir sofort klar: Ich durfte fühlen, was es bedeutet, in mir selbst geborgen zu sein. Mit mir und mit allem eins zu sein!

Ich kann nur sagen: Es ist ein unbeschreibliches Gefühl!

Beglückt und noch ganz beseelt von diesem Erlebnis kehre ich um und gehe langsam den Weg wieder nach Hause.

Erkenntnis

Alles Glück ist in mir.

Text von Elke Leithner-Steiner

Kunst von Birgit Neururer

#01 zum Anfang der Geschichte

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