#15 Innere Heimat

Text von Elke Leithner-Steiner

Kunst von Birgit Neururer

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Nach Hause

Es regnet. Daher nehme ich heute den Bus nach Hause. Etwas erschöpft von meinem Arbeitstag sitze ich auf der Wartebank. In unserem Land weiß man nie so genau, wann der Bus wirklich kommt. Doch da höre ich ihn schon hupen. Was für ein Glück!

An meinem Platz blicke ich eine ganze Weile gedankenverloren aus dem Fenster, vielmehr auf die abgeklatschten Regentropfen. Da taucht kurz das lachende Gesicht der Lianenfrau – meiner feinstofflichen, weisen Freundin – inmitten der Regentropfen auf und dann zeigt sich dahinter etwas ganz anderes, nämlich …

Innere Welt

… eine größere Waldlichtung, in deren Mitte ein einfaches Holzhaus mit Veranda steht. Sein Anblick kommt mir irgendwie vertraut vor, was ich mir aber nicht erklären kann. Das Haus scheint bewohnt zu sein, denn alle Fensterläden sind geöffnet. Auf der Veranda stehen Möbel.

Außer mir ist an diesem sonnigen Nachmittag niemand sonst zu sehen. Es drängt mich, das Haus zu betreten und sein Inneres kennenzulernen. Also gehe ich neugierig näher. Seltsamerweise habe ich das ungute Gefühl, beobachtet zu werden.

Die Eingangstür ist nur angelehnt. „Hallo! Ist da jemand?“ Mein Rufen bleibt unbeantwortet. Auf der kleinen Veranda gibt es eine Bank und einen Schaukelstuhl. Alles wirkt sehr einladend und sauber, fast so, als ob eben noch jemand hier gewesen wäre. Mit den Händen an meinen Schläfen spähe ich durch die Fenster ins Innere, aber ohne etwas zu erkennen.

Dann öffne ich vorsichtig die Tür. Dabei quietscht sie leise. Abermals rufe ich, wieder kommt keine Antwort. Langsam gehe ich hinein und werde von einer behaglichen Atmosphäre begrüßt. Ich blicke mich um. Hübsch ist es hier!

Die Einrichtung wirkt richtig gemütlich. Auch hier drinnen ist es ordentlich und sauber. Holz liegt zur Verwendung bereit, den Esstisch ziert ein Tischtuch. Ich muss zugeben, dass es mir ausgesprochen gut gefällt.

Aber es bleibt weiterhin still. Nichts rührt sich. Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass dieses Haus verlassen ist. Auch als ich zögerlich die Treppe in den ersten Stock hinaufsteige, finde ich nur leere, aufgeräumte Zimmer vor. Und noch immer begleitet mich das schleichende Gefühl, beobachtet zu werden. Aber von wem nur?

Beim Blick aus einem Fenster sehe ich einen verwilderten Gemüsegarten. Ob das Haus doch länger schon nicht mehr bewohnt ist? Nachdenklich steige ich die Treppe ins Erdgeschoss wieder hinunter.

Mutiger geworden, öffne ich einige Schubladen. Das Inventar ist vollständig, sogar Kerzen und Anzünder liegen bereit – und eine Zeitung! Als ich das Datum sehe, erschrecke ich. Es ist mein Geburtstag. Was hat das alles zu bedeuten?

Ratlos gehe ich wieder ins Freie und lasse mich auf die Bank sinken. Plötzlich höre ich eine klare Stimme: „Willkommen!“ Ich springe auf! Da ich niemand sehen kann, laufe ich einmal um das ganze Haus herum. Aber erfolglos. Ich setze mich wieder hin.

„Schön, dass du da bist!“ Wieder höre ich dieselbe Stimme, noch immer sehe ich kein Gesicht dazu. Und dann dämmert es mir endlich: Es ist das Haus selbst, das da zu mir spricht! „Richtig, ich bin es!“, sagt die Stimme, „Ich freue mich, dass du nach Hause gekommen bist.“

Dieser letzte Satz trifft mich mitten ins Herz und lässt spontan Tränen der Rührung über meine Wangen kullern. Zu Hause! Die Worte hallen wie eine wiederkehrende Welle in mir nach. Ich spüre, wie eine lange währende Anspannung aus meinem Körper entweicht und einem Gefühl der Erleichterung Platz macht.

Nun weiß ich auch, dass es von Anbeginn das Haus war, das mich beobachtet hat. Mir scheint, als warte es auf irgendeine Reaktion von mir. Da schießt mir die Erkenntnis durch den Kopf und ich sage laut und bestimmt: „Ja, ich bleibe!“

Kaum ausgesprochen, spüre ich die Sonne kräftiger als zuvor auf meine Wangen scheinen. Ich meine, die umliegenden Bäume lächeln und die Pflanzen stärker im Licht schimmern zu sehen! Ein überwältigendes Gefühl von Willkommensein, Angekommensein, einfach – Zu-Hause-Sein – durchflutet mich!

Jetzt höre ich: „Ich habe immer an deine Rückkehr geglaubt.“

Zurück in der Realität

Es rüttelt mich. Der Bus hat angehalten. Noch etwas benommen von diesem Erlebnis steige ich aus. Meine Gedanken arbeiten auf Hochtouren. Ich kann es kaum fassen:

In mir existiert also eine Kraft, die immer an mich glaubt!

Ganz unabhängig davon, was ich glaube oder tue! Völlig urteilsfrei und bedingungslos!

Die letzten Meter bis zu meinem Haus habe ich das herrliche Gefühl zu schweben …..

Erkenntnis

Heimat ist dort, wo ich bin.

Text von Elke Leithner-Steiner

Kunst von Birgit Neururer

#01 zum Anfang der Geschichte

Lianenfrau. Frausein. Frauenpower. Weibliche Kraft. Weiblichkeit. Life Coach. Coaching Tipps

#14 Das Innere Kind

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 70x100 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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Lianenfrau

Voller Vorfreude blicke ich zu den großen Bäumen im Wald hinüber. Eine ganze Weile sitze ich nun schon an meinem geliebten Platz am Wasserfall. Und mit einem breiten Grinsen im Gesicht erhebe ich mich jetzt.

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#10 Herzstärke

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 60x60 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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Veränderung

Der Kolibri, das geliebte Wesen vom letzten Mal, begleitet und umschwirrt mich oft gedanklich und färbt positiv auf meine Stimmung ab. Von ihm zu wissen, stärkt mich innerlich.

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#06 Heiterkeit

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 40x100 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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Emotionale Veränderung

Meine Erlebnisse in der Inneren Welt machen etwas mit mir. Es ist nicht einfach nur Kino im Kopf.

Nein, diese Geschichten beginnen in mir emotionale Spuren zu hinterlassen. Mir fällt auf, dass ich achtsamer und aufmerksamer zu mir selbst und zu meiner Umgebung geworden bin. Auch ein wenig gelassener.

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#05 FamilienOrdnung

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 50x100 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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Zu Hause

Wie es in meiner Kultur üblich ist, habe ich eine enge Bindung zu meiner Familie. Die Großfamilie als starkes Band der Gesellschaft und offenes Buch für deren Mitglieder. Jeder hilft jedem, jeder weiß vom anderen Gutes wie Schlechtes. So bin ich schon aufgewachsen, ich kenne es nicht anders.

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#04 Selbstliebe

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 70x100 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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In Bewegung

Meine Schritte knirschen auf dem Waldboden. Das regelmäßige Rauschen des Wasserfalls wird lauter. Doch heute gehe ich am Wasserfall vorbei, noch tiefer in den Wald hinein. Mir ist nach Bewegung zumute.

Irgendwann drehe ich mich spontan um. Die Lianenfrau folgt mir, wer weiß wie lange schon. Ich freue mich und sofort spüre ich wieder großes Vertrauen zu dieser hell strahlenden Lichtfrau.

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#03 Die Macht Innerer Bilder

Text von Elke Leithner-Steiner

Licht der Lianenfrau - Weibliche Kraft leben - Malerei Ausdruck von  Emotion mit Licht, Farbe und Form. Acryl auf Leinwand 40x100 cm birgitneururer.com
Kunst von Birgit Neururer

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Tagtraum

Wie so oft und üblich haben wir Besuch von Freunden und Nachbarn. Die Arbeit des Tages ist getan. Jeder hat etwas zu essen und trinken mitgebracht. Die Leute genießen das gemütliche und freundschaftliche Beisammensein. Es wird geplaudert und gelacht. Es ist schon länger dunkel und die Luft deutlich kühler. Wir haben Feuer im Garten gemacht.

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#01 Lichtvolle Begegnung

Text von Elke Leithner-Steiner

Ich habe diese Geschichte noch niemand erzählt. Zu seltsam und doch so logisch erscheint sie. Zu märchenhaft und doch so wahr. Zu phantasievoll und doch so real. Zu abgehoben und doch so nah. Also habe ich sie lange für mich behalten. Bis die Zeit selbst eindringlich an meine Tür klopfte und mich bat, die Sterne zu verteilen …

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